
Sag mir wo die Männer sind
"...er soll die Starken zum Raub haben." Jesaja 53, 12
Viele Mädchen bekommen Probleme, wenn sie einen Christen heiraten wollen. "Schau dir doch mal die Kerle an, die in den Jugendkreisen herum hängen", beschweren sie sich angesichts manch verklemmter Mamasöhnchen. Woran liegt es, dass so wenig handfeste Kerle Jesus im Herz haben und zugleich mit beiden Beinen im Leben stehen? Kann es sein, dass in den Kirchen zu häufig ein Cocktail aus Weicheitheologie und Wattepädagogik verabreicht wird? Also eine Verkündigung, die nur einen lieblichen Jesus kennt und eine Ich-versteh-dich-doch-so-gut-Pädagogik, der so etwas wie Anforderung und Gehorsam fremd ist? Im Fußballclub und bei der Feuerwehr haben junge Männer kein Problem mit diesen Begriffen. Oder ist es der auf Gefühl gedrillte Endlossingsang in Jugendgruppen, der keine wirkliche Alternative zu den inhaltsleeren Stadionhymnen bietet?

Natürlich können wir zu unserer Rettung Null Komma Nichts dazu tun, weil Jesus schon alles getan hat. Männer haben damit bekanntlich ein Problem, da sie an diesem Punkt sich nur beschenken lassen können. Vielleicht sind deshalb in Religionen, wo der Mensch zu seiner Rettung Leistung bringen muss, die Männer dominierend? Aber wenn Männer den Schritt unter das Kreuz gewagt haben, gibt es doch auch einiges anzupacken! In der Weltmission können Schattenparker und Warmduscher zum Beispiel nicht bestehen. Hier braucht die Kirche Männer, die auch etwas aushalten und leisten.
Ich hoffe und bete, dass Gott sich noch viele Starke zum Raub macht. Und ich freue mich besonders, wenn bei einer Evangelisation so ein richtiger Kerl nach vorn zum Kreuz kommt. Da freue ich mich für den jungen Mann, für die Kirche und für die Mädchen, die einen Kerl heiraten wollen, der zu Jesus gehört. Ein alter Jugendwart hat uns schon früher ins Stammbuch geschrieben: "Seht zu, dass ihr die jungen Männer für Jesus gewinnt, dann kommen auch die Mädchen."
Lutz Scheufler
www.lutz-scheufler.de
Wie geht`s deinem Nachbarn?
"Weiß ich nicht!" oder "Ich kümmere ich mich nicht darum!" oder "Das geht mich nichts an!" sind häufig Antworten auf diese Frage. Aber was ist die Ursache, dass uns der Nachbar wenig oder gar nicht (mehr) interessiert, was er denkt und tut, was ihn bewegt, wo ihn der Schuh drückt und wo er vielleicht Hilfe braucht?

Viele klagen sowohl über die "Härte und Kälte in unserer Gesellschaft" als auch über das "unpersönliche Nebeneinander-her-leben", wissen aber gleichzeitig, dass sie ja selbst lebendiger Bestandteil dieser "harten und kalten Gesellschaft" sind. "Erst komm' ich und wieder ich und nochmals ich, und dann kommen die anderen noch lange nicht!" "Moment mal! Das trifft aber auf mich nicht zu!". Ach ja? Dann erzähl mal: Wie geht`s deinem Nachbarn? "Hmm, naja, okay..."
Wäre es nicht an der Zeit, einmal Kontakt zu deinem Nachbarn zu suchen? Wenn du nicht weißt wie, dann bete dafür. Gott hört dein Gebet! "Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele neue Kraft" sagt die Bibel im Psalm 138, Vers 3. Jeder Mann sucht etwas, was seine Seele atmen lässt. Jeder Mann will, dass sein Leben gelingt in Ehe, Familie, Freundschaft, Beruf und Freizeit. Und da hast du doch ein ganz besonderes Angebot. Lade ihn ein nach Aue zur "Männerwoche Erzgebirge", aber sage ihm auch, warum du ihn einlädst. Höre zu, was dein Nachbar zu sagen hat und erzähle einfach aus deinem Leben. Und wenn du ihn eingeladen hast, dann bete dafür, dass er mitgeht.
Zeit für Gespräche zu haben, fördert Gemeinschaft, ohne die das Leben oft sehr einsam und trostlos ist. Eine gutnachbarschaftliche Beziehung ist, den Nachbarn lieber von vorn als von hinten zu sehen. Wenn du wünschst, dass dein Nachbar den kennenlernt, dem du dein Leben anvertraut hast, dann bete für ihn. Erkennt dein Nachbar, dass Jesus Christus auch für ihn der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, um einmal zum Vater in den Himmel zu kommen, dann ist es nicht dein Verdienst. Aber: du hast im Auftrag Gottes echte Nachbarschaftshilfe geleistet!
Thomas Schneider
www.idea.de
PS: Trau dich, das eigentlich Wichtige nicht zu verschweigen. Um alles Weitere musst du dir keine Sorgen machen. Noch eins: Du hast sicher nicht nur einen Nachbarn - oder?